Bei so heftigen Sommergewittern, wie in der Nacht von Sonntag auf Montag, sind oft Schäden am Gebäude, wie überflutete Keller und Tiefgaragen, fehlende Dachziegel, defekte Lamellen- und Sonnenstoren, usw. die Folge. Auch Schäden an der Umgebung z. B. von umgestürzten Bäumen können grosse Auswirkungen haben.

Und nicht in jedem Fall zahlt die Gebäudeversicherung den vollen Schaden. So ist etwa in den meisten Fällen die Instandstellung der Umgebung nicht versichert. Auch die Abgrenzung zwischen Gebäude- und Fahrhabeversicherung liegt nicht immer klar auf der Hand. Hierzu hat die Gebäudeversicherung des Kanton Zürichs eine Broschüre herausgegeben und online gestellt.
Beispiel: Schäden infolge von Leitungsbruch, Rückstau, Grundwasser oder undichten Konstruktionen, sowie Schäden an Mobiliar (Fahrhabe) sind nicht bei der Gebäudeversicherung versichert. Diese Schäden sind der privaten Gebäudewasser- oder Hausratversicherung zu melden.

Doch was ist bei einem Schadenfall zu tun?
Immer gilt, dass Sofort- und Notmassnahmen zur Abwehr von weiteren Schäden umgehend getroffen werden müssen. Der Schaden muss dokumentiert und der Gebäudeversicherung via Online-Formular oder per Telefon gemeldet werden. Hierzu ist die Gebäudeadresse und Gebäudenummer (sofern vorhanden), das Schadendatum mit Ursache und Ausmass sowie die Telefonnummer einer Kontaktperson erforderlich. Nach einer anschliessenden Begehung mit einem Schadenexperten schätzt dieser die Schadensummen ein und teilt diese schriftlich mit. Der Selbstbehalt bei Elementarschäden beträgt CHF 500.00 pro Gebäude und Schadenereignis. Sämtliche Rechnungen für die Behebung des Schadens sind durch den Eigentümer selber zu zahlen. Nach Abschluss der Arbeiten ist der Gebäudeversicherung den Antrag auf Schadenabrechnung mit Kostenaufstellung und Rechnungskopien zuzustellen. Die Gebäudeversicherung legt aufgrund dieses Antrags die definitive Schadenvergütung fest und zahlt diese dem Versicherungsnehmer oder dessen Vertreter aus.

Um Schäden vermeiden bzw. eindämmen zu können, ist eine regelmässige Kontrolle und Unterhalt des Gebäudes wichtig. So sind Dach- und Terrassenabläufe, alle Einlaufschächte und Abläufe von Verschmutzungen freizuhalten und sämtliche Storen und Rollladen hochzuziehen.

Mieterinnen und Mieter sowie auch Stockwerkeigentümer haben den Schaden in jedem Fall zuerst der Verwaltung mitzuteilen. Diese meldet den Schaden bei der Gebäudeversicherung an und koordiniert die weiteren Massnahmen zur Behebung des Schadens. Es ist gut möglich, dass auch die private Hausratversicherung des Mieters über den Schaden informiert werden muss. Nämlich dann, wenn Schäden an seinem Mobiliar vorliegen.

Bei einer Wohnungsabgabe lohnt es sich rechtzeitig den Umzug zu planen. Dazu ist es notwendig den Mietvertrag insbesondere den Abschnitt “Mietende/Rückgabe des Mietobjektes” sorgfältig durchzulesen, damit klar wird, was alles bis zum Abgabetermin erledigt sein muss. Bei Fragen und Unklarheiten nehmen Sie hierfür mit Ihrer Verwaltung Kontakt auf.

Hier einige der zu erledigenden Arbeiten:

  • Frühzeitige Vereinbarung des Abgabetermins mit der Verwaltung
  • Vollständige Räumung des Mietobjekts inkl. Nebenräume wie Keller/Estrich und Garage
  • Entfernen sämtlicher Zusatzinstallationen, Nägeln, Schrauben, Haken, usw.
  • Kleinere Reparaturen wie beispielsweise Ersatz von Filtermatten, defekte Hahnendichtungen, Duschschläuche, Brauseköpfe, Rollladengurten
  • Gründliche Reinigung der ganzen Wohnung (Keller/Estrich/Briefkasten/Balkon/Terrasse/Garage usw.) inkl. Entkalken von Wasserhahndüsen (Neoperl)
  • Mitteilung Ihres Wohnungswechsels beim Einwohneramt, Elektrizitäts-, Wasser- und Gaswerk, der Post, Motorfahrzeugkontrolle, Versicherungen, Banken, Zeitungen/Abonnemente, Telefon/Radio/Fernsehkonzession, Schulen, Arbeitgeber etc.
  • sämtliche Apparate wie z.B. Einzelboiler, Geschirrwaschmaschine, Waschmaschine, Tumbler, Cheminée sind von einem Fachmann auf ihre Funktionstätigkeit hin zu überprüfen (wenn dies im Mietvertrag vereinbart wurde)

Grundsätzlich ist das Mietobjekt in dem Zustand zurückzugeben, wie Sie es bei Mietbeginn übernommen bzw. im Einzugsprotokoll festgehalten wurde (wie z.B. Rückbau von eigenen Installationen). In jedem Fall ist das Mietobjekt gründlich zu reinigen. Bei der Rückgabe müssen Sie persönlich anwesend sein. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, so müssen Sie sich durch eine schriftlich bevollmächtigte Person vertreten lassen.

Bei vorhersehbaren grösseren Schäden oder auch Schlüsselverlust empfehlen wir Ihnen, rechtzeitig Ihre Haftpflichtversicherung zu informieren.

An der Wohnungsabnahme achten Sie darauf, dass ein schriftliches Protokoll verfasst wird und alle Schlüssel notiert werden.

Nun wünschen wir Ihnen einen erfolgreichen Umzug und gutes Einleben im neuen Zuhause.